Wüstenrennmaus
Die Wüstenrennmaus gehört zur Familie der Wühler und ist mit dem Hamster verwandt. Sie stammen aus den Steppen und Halbwüstengebieten Asiens. Dort lebt sie in Familienverbänden in selbstgegrabenen Gängen die ein Höhlensystem bilden. Im Gegensatz zu vielen anderen Wüstenbewohnern ist die Wüstenrennmaus kein nachtaktives Tier. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt ca. 2 Jahre. In Gefangenschaft 6-8 Jahre! Die Geschlechtsreife tritt mit 2,5 bis 3 Monaten ein.
Wurfgröße: 5-8 Junge. Trennung von der Mutter ab der sechsten Lebenswoche.
Wüstenrennmäuse eignen sich nicht zur Einzelhaltung. Allein gehaltene Tiere stehen unter Dauerstress. Rennmäuse brauchen einen Partner zur gegenseitigen Pflege, zum Spielen und Aneinaderkuscheln. Hält man sie einzeln, werden sie oft krankheitsanfällig. Es kann auch zu Ersatzhandlungen wie Gitterbeissen kommen. Die Haltung von weiblichen Geschwistertieren ist daher zu empfehlen. Das Tierschutzgesetz schreibt Gruppenhaltung vor.
Unterbringung
Ein Käfig sollte mindestens 60×30x40 hoch sein. Glaskäfige müssen mindestens 80×50x50 hoch, damit eine entsprechende Beslüftung gewährleistet ist. Der Aufstellungsort soll so gewählt werden, daß ein Hitzestau durch direkte Sonneneinstrahlung nicht möglich ist. Aufgrund des Grabbedürfnisses der kleinen Nager sollte die Einstreutiefe mindestens 6 cm betragen. Als Ausstattung sind alle Gegenstände wie Holz, Rinde und Karton gut geeignet. Mehre Ebenen im Käfig sind optimal.
Fütterung
Zirka ein EL einer Körnermischung pro Tag ist ausreichend. Gerne nehmen sie auch Äpfel,Karotten, Gurken, Gräser, Kräuter, Mehlwürmer, Hüttenkäse oder hart gekochtes Ei. Trinkwasser sollte in einer Trinkflasche zur Verfügung stehen.
Pflege
Eine gründliche Reinigung mit heissem Wasser alle 3-4 Wochen ist zu empfehlen. Zu häufiges Säubern wird als Störung empfunden, da sie den Käfig immer wieder neu einrichten müssen.
Wüstenrennmäuse soll man nicht am Schwanz hochheben, da sie eine sehr dünne Haut im Schwanzwirbelbereich haben, die dann gerne einreisst! Am Besten faßt man sie in der Genickfalte.