Babesiose oder Hundemalaria

Die Babesiose oder Hundemalaria ist in ihren Symptomen der menschlichen Malaria eine sehr ähnliche Infektionskrankheit. Die Babesien (Blutparasiten), zerstören beim Hund ebenso wie die Plasmodien beim Menschen die roten Blutkörperchen.
Übertragung: Durch die Auwaldzecke. Diese ist größer und bunter als andere Zeckenarten. Nüchtern ist sie etwa 5 mm groß, vollgesogen etwa bis 16 mm.
Zecken WeibchenZecken Maennchenzecke
Babesien findet man in den Speicheldrüsen der Zecke. Sie werden beim Saugakt am Tier mit dem Speichel übertragen. Dabei muß die Zecke mindestens zwei bis drei Tage saugen um eine Infektion zu verursachen.
entwicklungsstadienDie rasche Zunahme und Ausbreitung der Babesiose ist insbesondere dadurch bewirkt, dass die infizierten Auwaldzeckenweibchen die Babesien direkt auf ihre etwa 3000 Eier überträgt.
Bereits die sich hieraus entwickelnden Nymphen können die gefährlichen Erreger auf den Hund übertragen.
Übertragen wird die Babesiose aber auch durch Mücken, wobei hier die Übertragung direkt mit dem Saugakt, also sofort, erfolgt.

Inkubationszeit (Zeit zwischen Übertragung und Erkrankung) nach dem Biß: Etwa 10 bis 21 Tage!

Typische Symptome: Fieber (bis 42 °), Mattigkeit, Schwäche,
blasse Schleimhäute (Anämie) bis gelbliche Schleimhäute (Gelbsucht), rötlich bis brauner Harn, Milz- und Lebervergrößerung
auch Krampfanfälle, ähnlich wie bei epileptischen Anfällen sind die Folgen.
Akute Fälle von Babesiose führen unbehandelt oder zu spät behandelt meist zum Tod des Hundes!

Vorbeugung: Der beste Schutz sind Repellent Präparate mit Zweifachwirkung, d.h. sie wirken gegen Zecken und Mücken.
Am häufigsten werden diese Mittel als Spot on Präparate auf einem oder mehreren Punkten auf die Haut des Hundes aufgetragen. Innerhalb von 24 Stunden verteilen sich diese Präparate über den ganzen Körper und dringen in die obere Hautschicht ein. Wirksamer Schutz ist dann ca. von 3-4 Wochen gegeben. Danach sollte der Schutz erneuert werden. Diese Stoffe werden durch baden des Hundes nicht aus der Haut des Hundes ausgewaschen.
Die Auwaldzecke sticht bereits auch an sonnigen Wintertagen daher sollte der Hund von Februar bis November geschützt werden.

Impfung: Es gibt einen Impfstoff, dieser ist leider sehr kompliziert über das Ministerium anzufordern, da dieser in Österreich noch nicht zugelassen ist! Leider müssen Tierärzte auch sehr lange auf die Auslieferung des Impfstoffes warten. Der Impfstoff kommt zurzeit aus Frankreich.
Man kann nur hoffen, dass Handlungsbedarf im Ministerium entsteht und dieser Impfstoff endlich auch in Österreich zugelassen wird!